Die Altersarmut-Falle: Warum viele Unternehmer im Alter verarmen

Einst erfolgreich, im Alter arm – das Schicksal vieler Unternehmer. Erfahren Sie, welche Denkfehler (Leben auf Pump, Verdrängung) in die Armutsfalle führen und wie Sie Ihren Wohlstand rechtzeitig sichern.

„Unternehmerschutz ist keine Selbstverständlichkeit – Wie Sie schon frühzeitig die Altersarmut verhindern“

Sie sind schon lange kein Einzelfall mehr: Einst erfolgreiche Unternehmer*innen, die im Alter nicht genügend Geld zum Leben übrighaben. Andreas D., 69 Jahre alt, wohnhaft in München, ist so ein Fall. Vorbei sind die glanzvollen Zeiten, das Fahren großer Autos und der Luxus auf seinem Tisch. Wut sah er bis vor Kurzem als seine einzige Möglichkeit an, mit der Enttäuschung und dem Gefühl, von Deutschland verlassen worden zu sein, klarzukommen.

Wut ist keine Lösung – hier hilft nur noch Handeln

Eines können wir von Andreas D. lernen: Reichtum in der Vergangenheit hilft nicht immer auch in der Zukunft. Wie lange dauert Ihre Zukunft? Wie viele Jahre möchten Sie sorgenfrei und ökonomisch abgesichert leben? Wut lenkt den Fokus nach außen. „Die anderen sind schuld.“ Wut lenkt Sie davon ab, in die schützende Handlung zu gehen. Ihr Alter braucht einen Handlungsplan und das frühzeitig.

Andreas D. ist nun in der Defensive. Was ihm klar fehlte, war das Vordenken und die Integration seiner Sicherheit in sein gesamtes unternehmerisches Leben. Er lebte auf Pump. In seiner schaffensreichen Zeit verdrängte er die Umsetzung eines Maßnahmenplans zur Absicherung seines Wohlstandes im Alter.

Fehler Nummer eins: Was nicht auszuhalten ist, wird nicht mehr gesehen

Unterschätzen Sie niemals Ihren Überlebensinstinkt. Für Unternehmer*innen hat er nicht nur positive Seiten. Wird etwas auf Dauer als zu bedrohlich wahrgenommen, gibt es den klassischen Gegeneffekt. Sie blenden Notwendigkeiten verstärkt aus und leben „sorglos“ weiter. So ging es auch Herrn D. Er ignorierte Warnungen und rechtfertigte hohe Ausgaben, die er nicht in Form von Liquidität auf dem Tisch hatte. Hohe Umsätze verschafften ihm gute Möglichkeiten, auf Pump zu leben. Was er nicht beachtete, war der Rückgang seiner Ressourcen. Seine Kraft wurde weniger, seine Ausgaben aber nicht. Zu schnell war das Argument zur Stelle: Er hätte sich die Schönheiten seines Lebens mehr als verdient. Daher ging das Leben auf Pump weiter. Seine Ausgaben verschönerten ihm den Moment, ohne an das Morgen zu denken.

Fehler Nummer zwei: Der Schein trügt

Der gelebte Reichtum von Andreas D. täuschte auch das Umfeld. Kaum einer hätte vermutet, dass der gleiche Mann 10 Jahre später in die 1,5 Zimmer-Wohnung seiner Partnerin zieht. Geblieben ist ihm nichts. Das Auto war nur geleast, das großzügige Haus zu einer horrenden Miete gemietet und die ausgelassenen Partys und teuren Urlaube verzehrten gute Möglichkeiten zur Rücklage für „morgen“. Andreas D. wollte sich nie binden, nicht durch feste Partnerschaften und auch nicht an Immobilien und Geldanlagen. Fürsorge hielt er für überflüssig.

Klasse statt Masse

Erst als einige Deals nicht mehr funktionierten, aufgenommene Kredite nur schwerfällig zurückgezahlt werden konnten, wich ein Teil seiner selbstbenannten Arroganz. Er suchte sich Hilfe – mit 68 Jahren. Mittlerweile versteht er seinen Starrsinn nicht mehr. Nur die Wut über die verpassten Chancen steht einem soliden Handlungsplan noch im Weg.

Sie als Leser*in müssen den harten Weg von Herrn D. nicht gehen. Auch für Andreas D. ist es nicht zu spät. Zwar bleiben ihm keine unternehmerischen Werte mehr – das Unternehmen schloss ohne Verkauf und ohne Nachfolge seine Pforten, als er 64 Jahre alt war. Mittlerweile lebt er mit seiner neuen Partnerin von ihrer Rente und in ihrer Wohnung. Er lebt auf Kosten anderer.

Die beraterische Unterstützung hat dazu geführt, dass er schon nach kurzer Zeit seine Fehler besser und insbesondere sachlicher erkennen konnte und somit offener für Maßnahmen ist, die seine derzeitige Situation maßgeblich verbessern. Systemisch gesehen bedeutet Veränderung für ihn, seine unpopulären Verhaltensweisen abzulegen, wie Wut über sich und andere sowie das Leben auf Kosten seines Umfelds und das Krankwerden an der Schmach über seine Fehler. Als Nächstes gilt es, diese unpopulären Verhaltensweisen als Handlungsblockade anzuerkennen.

Was sagt die SOMMER-Methode © 2011 zur Altersarmut? – Wie können Sie Altersarmut verhindern?

Dieser systemische Ansatz geht mit allen Schweren der Zeit um. Die Altersarmut von Unternehmer*innen ist eine Folge von nicht Handeln und nicht Hinsehen. Je schwieriger die Ausgangsposition ist, desto größer wird der abzuleistende Handlungskatalog. Je länger Sie in der Scheinwelt eines funktionierenden Unternehmens festhängen, ohne an die Zukunft zu denken, desto größer wird die Handlungslast im Alter.

„Geht nicht, gibt es nicht.“ Mit diesem Gedankengut kann Andreas D. seine Situation auch mit 69 Jahren verändern. Er ist und bleibt Unternehmer. Er hat Erfahrungen und kann unternehmerische Chancen gut erkennen. Er hat Wissen, das gebraucht wird. Einer Rettung der derzeitigen Situation mit einer Wendung ins Positive steht nur er selbst im Weg.

Welche 10 Ich-Botschaften lassen sich aus diesem Fall ableiten?

  1. Ich bin offen für Hilfe und Unterstützung. Ich lasse mir helfen.
  2. Ich gebe nur das aus, was ich nach Abzug meiner Lebensabsicherung habe.
  3. Ich lenke von Beginn meiner unternehmerischen Tätigkeit Finanzströme in Richtung Absicherung des Alters. Je später ich damit anfange, desto höher wird der Finanzstrom, den ich in meine Alterssicherung umlenke.
  4. Ich achte auf passives Einkommen.
  5. Ich bin kreativ beim Altersschutz. Ich habe viele Möglichkeiten des Selbstschutzes. Ich kann in Immobilien investieren, die nicht unbedingt in Deutschland sein müssen. Ich kann meinen Wohnort auch nach Gesichtspunkten der Absicherung fürs Alter aussuchen. Nicht ich bestimme diesen Ort, sondern die Bedürfnisebene meines körperlichen und geistigen Zustands tut dies.
  6. Ich orientiere mich an den Möglichkeiten, die ich habe. Als in Deutschland tätiger Unternehmer schaue ich mich ebenso nach Optionen um, die mir in Europa und in der Welt zur Verfügung stehen.
  7. Ich lerne aus Beispielen, die mir andere Unternehmer*innen vorleben, seien sie positiv oder negativ. Denn oft helfen auch Negativbeispiele, nicht den gleichen Fehler zu machen, wie andere es taten.
  8. Ich bin offen für alle Möglichkeiten des Anlegens meines Geldes und bin mir bewusst, dass ich Werte nicht ins Grab mitnehmen kann. Ich denke eher darüber nach, wie diese Werte mir im Alter Nutzen bringen können.
  9. Ich richte mich nach meinem körperlichen Befinden und rechne mir aus, was mein Körper braucht, um gesund zu bleiben. Meine körperliche und geistige Gesundheit sowie Flexibilität sind Teil meiner Altersvorsorge. Ich bin mir darüber bewusst, dass „Schattenschmerzen“ nur auf dem 2. Blick zu erkennen sind und mir zeigen, wie es mir gerade geht. Nicht mein Verstand, sondern meine Selbstbeobachtung zeigt mir meine realistische Situation.
  10. Ich beschäftige mich auch mit den Werten einer frugalistischen Weltanschauung. Was brauche ich und was möchte ich für mein Leben besitzen und in Zukunft um mich haben?

Egal, wo Sie gerade innerhalb Ihrer Altersabsicherung stehen, schützen Sie sich vor dem NICHT! Nicht Handeln und nicht Hinsehen führen Sie in die Sackgasse. Glauben Sie an die Kraft Ihrer Handlungen. In diesen steckt Ihr Weg in eine solide Altersabsicherung.

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